Dienstag, 17. Oktober 2017

Matchbag

Anfang des Jahres gab es bei Makerist eine Aktion, bei der es fast alle Nähanleitungen zum Schnäppchenpreis von 2€ gab. Beim Durchstöbern des hiesigen Angebots bin ich auf das Schnittmuster Matchbag von Keko-Kreativ gestoßen. Ich wusste sofort, das ist genau das Richtige für meine Mutter, hatte sie sich doch eine Tasche gewünscht. Die Stoffauswahl war schon schwieriger. Nach längerer Materialsuche im WorldWideWeb und in den örtlichen Stoffgeschäften bin ich dann doch fündig geworden.




Zum Geburtstag wurde der Rucksack noch mit einem Reiseführer und einem Gutschein für ein gemeinsames Wochenende in Antwerpen mit allen Kindern gefüllt. 
Ein paar Wochen später hatte meine Mutter ihre Matchbag doch tatsächlich dabei. So konnte ich das ganze Wochenende meinen ersten genähten Rucksack auf dem Rücken meiner Mutter betrachten. Ein schöner Anblick, genauso klasse wie der tolle Bahnhof Antwerpens im Hintergrund.



Auch in Sachen Mode hat die Stadt so einiges zu bieten, z.B. das sehr interessante Modemuseum, in dem sich mein Bruder allerdings ziemlich gelangweilt hat. In einem Schaufenster hinter dem Museum habe ich folgendes Kleidungsstück entdeckt:


Wer erkennt, aus welchem Material dieses Oberteil hergestellt wurde?


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Donnerstag, 12. Oktober 2017

Hoodie Joline

Diesen Hoodie nach dem Schnittmuster Joline habe ich schon im Frühling genäht. Als ich dann endlich die Bilder im Kasten hatte, kam der lange, warme Sommer und ich fand es unpassend, ihn hier bei 30°Celsius auf meinem Blog zu zeigen. Der Sommer ist leider vorbei, dafür kann ich endlich wieder meinen neuen Lieblingshoodie aus Sommersweat in altrosa anziehen.





Genäht habe ich die Größe XS, jedoch musste ich die Schultern verbreitern. Dafür habe ich diese kostenlose Anleitung (Schulterbreite vergrößern) verwendet. Im Endeffekt ist ein Hoodie in der Größe XS entstanden, im Schulterbereich bin ich allerdings bei der Größe M gelandet.


Dieser blaue Hoodie war mein Probestück, welches ich genau nach Anleitung und Ausmessen der Brustweite gefertigt habe. Man kann ganz deutlich erkennen, dass der Hoodie im Schulterbereich viel zu eng ausfällt. So geht es mir auch permanent mit Kaufkleidung. Entweder die Shirts sind am Bauch zu weit oder aber im Schulterbereich zu eng.



Die hintere Öse habe ich 2 cm in Richtung Kapuze verschoben, damit die Bändchen schöner fallen. Als Kordeln mussten lange Jerseystreifen herhalten, da ich keine farblich passenden Bänder zur Hand hatte. 


Vor dem Zuschneiden meines Hoodies habe ich die Schnittteile eine kleine Ewigkeit auf dem Stoff hin- und hergeschoben, damit ich auch meiner Tochter noch einen Pulli aus dem Sweat nähen konnte. Das war eine Millimeterarbeit, um dann festzustellen, dass der bereits ausverkaufte Markuna-Kombistoff nicht mehr reicht. So lag der zugeschnittene Sweatstoff ein paar Wochen hier herum, bis durch Zufall Susn von "raxn" ihre letzten zwei Meter zum Verkauf angeboten hat. Die sind natürlich sofort in meinem Warenkorb gelandet.
Entstanden ist letzlich ein
 schlichten Geheimling mit überkreuzter Kapuze und Paspeltaschen.


Wer sich jetzt nach meinem letzten Post fragt, wie es meiner Tochter geht:
Komplett genesen und quietschfidel... ;-) 





Die Hose ist nach einem eigenen Schnittmuster aus einem leicht dehnbarem Jeansstoff von Hilco genäht. Ich finde den Stoff ziemlich teuer, manchmal lohnen sich Mehrkosten jedoch. Auch nach vielen Waschgängen in der Maschine und häufigem Rutschen auf den Knien sieht die Hose noch immer aus wie neu.


Auch der Kleiderschrank meines Sohnes wurde mit Geheimlingen aufgefüllt. Da fehlen allerdings noch die Tragebilder.



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Dienstag, 19. September 2017

Krankenhauskleidung versus Selbstgenähtem

Seit Anfang des Jahres gehen meine Tochter und ich einmal wöchentlich mit ganz viel Spaß zum Wasserspringen. Es ist schön, wenn man als Mutter gleichzeitig Sport machen kann und nicht vor dem Schwimmbad oder einer Turnhalle  gefühlte 2 Stunden darauf warten muss, bis das Kind wieder herauskommt. 


Die letzte Trainingseinheit bescherte uns jedoch einen 8-tägigen Krankenhausaufenthalt, inklusive einer Nacht auf der Intensivstation. Meine Tochter ist vom Treppengeländer des 3m-Bretts abgerutscht und von fast ganz oben rückwärts auf den Fliesenboden gefallen. Im Nachhinein ist sie mit einer Schädelfraktur und Hämatom noch ganz glimpflich davongekommen. Der Sturz hätte auch ganz anders ausgehen können.


Die Kleidung des Krankenhauses mag ja mit den Knöpfen ganz praktisch sein, da man sie nicht über den Kopf ziehen muss. Aber das Motiv mit den Salti schlagenden Schildkröten fand ich in der Situation doch etwas unangebracht.


Die Auswahl meines Mannes war zwar gut gemeint, aber auch nicht viel besser.  Der Pulli passte eh nicht über die Beule und blieb daher im Schrank liegen.


Diesen Geheimling mit Applikationen hat meine Tochter vor einem halben Jahr zu ihrem  5. Geburtstag bekommen.


Schon unzählige Male hat er seine Runden in der Waschmaschine gedreht. 


Er wurde immer gerne und mit Stolz getragen.





Jetzt, 2 Wochen später, ist meine Kleine wieder putzmunter und muss, was das Sportliche betrifft, regelrecht gebremst werden. Den Pulli hat sie auch wieder angezogen, ob sie sich jedoch wieder auf den Sprungturm wagt, weiß ich noch nicht. Schön wäre es ja, sie wieder so im Schwimmbad durch die Luft fliegen zu sehen.



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                    Freutag (da mir meine Tochter eben gesagt hat, dass sie soooo gerne wieder                     zum Training gehen möchte)

Donnerstag, 31. August 2017

Shirt aus Badelycra

Mein täglicher Begleiter während unseres Ostseeurlaubs war dieses Shirt aus Badelycra, nur im Bikini wäre es mir an den meisten Tagen einfach zu kalt gewesen. Auch hat mich dieses Shirt schon viele Male im heimischen Freibad vor einem Sonnenbrand geschützt.


Ich habe mich extra für einen weiten Halsausschnitt entschieden, damit es nicht zu warm wird und ich nach dem Tragen keinen weißen Hals habe. Nichts sieht nämlich dämlicher aus als Radlerbeine, die nur zwischen Knie und Unterschenkel braun gebrannt sind.


Mangels einer Coverlock habe ich mit einem Geradeausstich die Teile rechts auf rechts zusammengenäht, die Nahtzugaben auseinandergedrückt und mit einem Wabenstich in blauer Kontrastfarbe drübergenäht. Als Schnittmuster diente mir mein abgewandelter Bethioua-Schnitt.


Ein Gutes hatte das kühlere Wetter allerdings: Manchmal hatte man am Strand richtig viel Platz.




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Dienstag, 20. Juni 2017

Beachvolleyballsnackstadion

Zu seinem 10. Geburtstag wollte mein Sohn unbedingt wieder sein Stadion 
aufgebaut bekommen. Da er Spaß am Volleyballspielen bekommen hat, sollte es in diesem Jahr allerdings ein Volleyballstadion werden. 


Da beim Fußballstadion die Frage kam, wie man denn so ein Stadion baut, habe ich den Zusammenbau mal fotografisch festgehalten. 
Man benötigt einen flachen Kuchen, den man auf ein passendes Blech legt. Falls der Kuchen dabei zu Bruch geht, macht das gar nichts, mit ganz viel Zuckerguss lässt sich das ganz gut wieder flicken. Tipp: Je dicker der Kuchen ist, desto besser lassen sich Dinge darauf feststecken. Meiner war definitiv zu dünn. Das Netz bedurfte deshalb einer besonderen Befestigungstaktik mit Nähgarn.


Aus dickem Karton bastelt man sich einen passenden Stadionrahmen. Für eine 
schönere Optik kann man das Ganze mit Alufolie umwickeln. Zwischen Kuchenblech 
und Kartonrahmen bitte genügend Platz lassen, damit die Tribünen nachher nicht 
zu steil stehen.


Mit Hilfe von Pappkartonstreifen, Alufolie und Tesafilm werden jetzt Aluschalen in kleinere Fächer unterteilt. Diese Grillschalen werden ganz dicht an das Kuchenblech gestellt (am besten leicht unter das Blech schieben).


Jetzt befüllt man die Tribünen mit Süßigkeiten, die sich das Kind genüsslich im Supermarkt aussuchen durfte. Wichtig ist dabei, dass die schweren Sachen unten und 
die leichten oben platziert werden.


Jetzt kann das Volleyballmatch endlich beginnen:


Die Schiedsrichterin pfeift das Spiel an.


Team Orange bekommt den ersten Aufschlag.



Team Blau steht zur Annahme bereit.


20 Minuten später: 
Chaos bricht aus. Viele Zuschauer verlassen das Stadion, einige stürmen auf das Feld. 


Es kommt zu Handgreiflichkeiten zwischen Team Blau und der Schiedsrichterin. Diese verliert zwischenzeitlich ihren Kopf.


10 Minuten später: 
Die Handgreiflichkeiten können gestoppt und das Spiel fortgesetzt werden.


Matchball.... Team Orange wird abgeschossen, bzw. kann den Ball nicht vernünftig annehmen.... 


 ... Game over!!!  Sieg für das blaue Team! 




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