Dienstag, 19. September 2017

Krankenhauskleidung versus Selbstgenähtem

Seit Anfang des Jahres gehen meine Tochter und ich einmal wöchentlich mit ganz viel Spaß zum Wasserspringen. Es ist schön, wenn man als Mutter gleichzeitig Sport machen kann und nicht vor dem Schwimmbad oder einer Turnhalle  gefühlte 2 Stunden darauf warten muss, bis das Kind wieder herauskommt. 


Die letzte Trainingseinheit bescherte uns jedoch einen 8-tägigen Krankenhausaufenthalt, inklusive einer Nacht auf der Intensivstation. Meine Tochter ist vom Treppengeländer des 3m-Bretts abgerutscht und von fast ganz oben rückwärts auf den Fliesenboden gefallen. Im Nachhinein ist sie mit einer Schädelfraktur und Hämatom noch ganz glimpflich davongekommen. Der Sturz hätte auch ganz anders ausgehen können.


Die Kleidung des Krankenhauses mag ja mit den Knöpfen ganz praktisch sein, da man sie nicht über den Kopf ziehen muss. Aber das Motiv mit den Salti schlagenden Schildkröten fand ich in der Situation doch etwas unangebracht.


Die Auswahl meines Mannes war zwar gut gemeint, aber auch nicht viel besser.  Der Pulli passte eh nicht über die Beule und blieb daher im Schrank liegen.


Diesen Geheimling mit Applikationen hat meine Tochter vor einem halben Jahr zu ihrem  5. Geburtstag bekommen.


Schon unzählige Male hat er seine Runden in der Waschmaschine gedreht. 


Er wurde immer gerne und mit Stolz getragen.





Jetzt, 2 Wochen später, ist meine Kleine wieder putzmunter und muss, was das Sportliche betrifft, regelrecht gebremst werden. Den Pulli hat sie auch wieder angezogen, ob sie sich jedoch wieder auf den Sprungturm wagt, weiß ich noch nicht. Schön wäre es ja, sie wieder so im Schwimmbad durch die Luft fliegen zu sehen.



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                    Freutag (da mir meine Tochter eben gesagt hat, dass sie soooo gerne wieder                     zum Training gehen möchte)

Donnerstag, 31. August 2017

Shirt aus Badelycra

Mein täglicher Begleiter während unseres Ostseeurlaubs war dieses Shirt aus Badelycra, nur im Bikini wäre es mir an den meisten Tagen einfach zu kalt gewesen. Auch hat mich dieses Shirt schon viele Male im heimischen Freibad vor einem Sonnenbrand geschützt.


Ich habe mich extra für einen weiten Halsausschnitt entschieden, damit es nicht zu warm wird und ich nach dem Tragen keinen weißen Hals habe. Nichts sieht nämlich dämlicher aus als Radlerbeine, die nur zwischen Knie und Unterschenkel braun gebrannt sind.


Mangels einer Coverlock habe ich mit einem Geradeausstich die Teile rechts auf rechts zusammengenäht, die Nahtzugaben auseinandergedrückt und mit einem Wabenstich in blauer Kontrastfarbe drübergenäht. Als Schnittmuster diente mir mein abgewandelter Bethioua-Schnitt.


Ein Gutes hatte das kühlere Wetter allerdings: Manchmal hatte man am Strand richtig viel Platz.




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Dienstag, 20. Juni 2017

Beachvolleyballsnackstadion

Zu seinem 10. Geburtstag wollte mein Sohn unbedingt wieder sein Stadion 
aufgebaut bekommen. Da er Spaß am Volleyballspielen bekommen hat, sollte es in diesem Jahr allerdings ein Volleyballstadion werden. 


Da beim Fußballstadion die Frage kam, wie man denn so ein Stadion baut, habe ich den Zusammenbau mal fotografisch festgehalten. 
Man benötigt einen flachen Kuchen, den man auf ein passendes Blech legt. Falls der Kuchen dabei zu Bruch geht, macht das gar nichts, mit ganz viel Zuckerguss lässt sich das ganz gut wieder flicken. Tipp: Je dicker der Kuchen ist, desto besser lassen sich Dinge darauf feststecken. Meiner war definitiv zu dünn. Das Netz bedurfte deshalb einer besonderen Befestigungstaktik mit Nähgarn.


Aus dickem Karton bastelt man sich einen passenden Stadionrahmen. Für eine 
schönere Optik kann man das Ganze mit Alufolie umwickeln. Zwischen Kuchenblech 
und Kartonrahmen bitte genügend Platz lassen, damit die Tribünen nachher nicht 
zu steil stehen.


Mit Hilfe von Pappkartonstreifen, Alufolie und Tesafilm werden jetzt Aluschalen in kleinere Fächer unterteilt. Diese Grillschalen werden ganz dicht an das Kuchenblech gestellt (am besten leicht unter das Blech schieben).


Jetzt befüllt man die Tribünen mit Süßigkeiten, die sich das Kind genüsslich im Supermarkt aussuchen durfte. Wichtig ist dabei, dass die schweren Sachen unten und 
die leichten oben platziert werden.


Jetzt kann das Volleyballmatch endlich beginnen:


Die Schiedsrichterin pfeift das Spiel an.


Team Orange bekommt den ersten Aufschlag.



Team Blau steht zur Annahme bereit.


20 Minuten später: 
Chaos bricht aus. Viele Zuschauer verlassen das Stadion, einige stürmen auf das Feld. 


Es kommt zu Handgreiflichkeiten zwischen Team Blau und der Schiedsrichterin. Diese verliert zwischenzeitlich ihren Kopf.


10 Minuten später: 
Die Handgreiflichkeiten können gestoppt und das Spiel fortgesetzt werden.


Matchball.... Team Orange wird abgeschossen, bzw. kann den Ball nicht vernünftig annehmen.... 


 ... Game over!!!  Sieg für das blaue Team! 




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Dienstag, 6. Juni 2017

Bermudas - Knippie 2012

Vor einer kleinen Ewigkeit lagen beim Hilco-Werksverkauf ganz viele Knippie-Spezial-Hefte zur kostenlosen Mitnahme herum. Da habe ich natürlich zugeschlagen und von jeder Ausgabe ein Heft mitgenommen. Mehrmals habe ich mir die Outfits angeschaut, doch keines hat mich wirklich überzeugt, bis auf die Bermudas aus der Knippie Spezial 2012.
Jetzt habe ich es endlich geschafft, diese kurze Hose aus einem Baumwollpopeline zu nähen. 


Von hinten sieht die Bemudas so aus, leider vom Spielen schon etwas zerknittert.


Auf einen Reißverschluss und komplizierten oberen Bund habe ich verzichtet, denn beim Nähen ist mir an dieser Hose schon ein großer Makel aufgefallen. Wenn man die Hände in die Hosentaschen stecken will....


... geht das nicht! 


Beim Annähen der Seitentaschen und deren Klappen an den angegebenen Stellen, bleibt einem nämlich nichts anderes übrig, als über die Innentaschen zu nähen. Ich habe die Stellen mal von innen fotografiert und rot markiert.



Weiterhin finde ich die Hosentascheneingriffe etwas zu groß, daher stehen sie immer etwas ab (es regnet sozusagen hinein).


Ansonsten sitzt die Hose gut und ich würde sie auch noch einmal nähen, allerdings mit kleineren Hosentascheneingriffen und tiefer angesetzten Seitentaschen. 


Das Shirt Pepe habe ich aus einem Digitaldruckjersey gefertigt, den ich in einem örtlichen Stoffgeschäft ergattern konnte. Mein Sohn fand den Stoff auf Anhieb cool. Glück gehabt, ihm gefällt nämlich nicht alles, was ich so kaufe.



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Dienstag, 14. März 2017

Hosenstoff Stretch-Polyamid

Der Hosenstoff "Stretch-Polyamid" von "extremtextil" hat sich bei uns als idealer Stoff für Outdoorhosen herauskristallisiert.  Bei der letzten Bestellung habe ich gleich mehrere verschiedene Stoffe bestellt. Leider war ein Meter dabei, der meinen Farbvorstellungen so gar nicht entsprochen hat. Dieses "Altherrenblaugrau" mochte ich weder für mich, noch für meine Kinder vernähen. Blieb also nur mein Mann übrig. Dumm nur, wenn man nur einen Meter Stoff bestellt hat und keinen Zentimeter mehr. Ich habe keine Ahnung, wie lange ich die Schnittteile wie ein Puzzle auf dem Stoff hin- und hergeschoben habe. Aber es hat gereicht:


Zusammengenäht sehen die Teile jetzt so aus:


Eine lang gewünschte Mountainbikehose für meinen Mann. Der Reißverschluss hat mich mal wieder an meine Grenzen gebracht, macht mich aber immer wieder stolz.


Durch zwei Gummizüge, die durch Klett befestigt werden, lässt sich am Bund ganz bequem die Weite regulieren.


Die ersten Belastungstests hat die Hose mit Bravour bestanden. Laut meinem Mann ist sie wegen der Dehnbarkeit des Materials bequemer als das gekaufte Original. Auch klebt das Stretch-Polyamid beim Schwitzen nicht am Sattel fest, was von meinem Mann bei der gekauften Originalhose als unangenehm empfunden wird.


Nur der Eingriff der Kopie ist mal wieder verkehrt herum, aber daran hat sich mein Mann schon gewöhnt.




Mein Fazit: Stretch-Polyamid ist ein genialer, robuster Hosenstoff. Leider lässt die Farbauswahl zu wünschen übrig. Mädchenfarben gibt es gar nicht und die momentan angebotenen Farben (z.B. beige, graubeige, olivgrün, braunbeige, kieselgrau, schwarzgrün...) treffen auch nicht gerade unseren Geschmack.
Vielleicht werden ja demnächst mal wieder schönere Farben angeboten, dann schlage ich jedenfalls wieder zu.

Wer sich noch die letzte Stretch-Polyamidhose meines Sohnes anschauen möchte, klickt einfach den vorherigen Post an.

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Dienstag, 14. Februar 2017

Digitaldruck Wolf mit blauen Augen

Bei der Auswahl der Stoffe ist mein Sohn mittlerweile sehr wählerisch. Es gibt so viele schöne Jungenstoffe, leider gefällt ihm davon nur sehr wenig. Für diesen Digitaldruck mit blauäugigen Wölfen (von Waldstürmer) hat er allerdings sofort seine Zustimmung zum Kauf gegeben. 


Mir war gleich klar, dass ich diesen Stoff zu einem Letz Knöpf von Rosile vernähe.

 
Auch wenn dieser Schnitt nicht ganz einfach zu nähen ist, lohnt sich dieser Aufwand. Meinem Sohn jedenfalls gefällt das Ergebnis, sogar ein Lob ging über seine Lippen.



Für die länger gewordenen Beine gab es noch eine Outdoorhose aus Stretch-Polyamid, wobei die Hosenbeine etwas zu lang geraten sind. Macht aber nichts, er wird hineinwachsen. Und da das Material stabil ist, wird die Hose auch noch heile sein, wenn sie ihm passt.



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